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Influenza – die Grippe - jetzt impfen lassen?

In Deutschland treten saisonale Grippewellen häufig nach dem Jahreswechsel auf. Besonders im Januar oder Februar betrifft es die Bevölkerung deutlich und erstreckt sich durchschnittlich über 3 - 4 Monate. Laut Robert Koch Institut werden schätzungsweise 5 % – 20 % der Bevölkerung infiziert. Die Stärke der Grippewellen schwankt von Jahr zu Jahr erheblich. Das RKI schätzt pro Jahr zwischen einer und sieben Millionen Influenza-bedingte Arztbesuche.

Die Übertragung

Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt überwiegend durch ausgeatmete kleinste Sekrettröpfchen mit vermehrungsfähigen Viren einer infizierten Person im Nahfeld. Das Infektionsrisiko nimmt mit der Entfernung ab. Die infektiösen Partikel entstehen insbesondere beim Husten oder Niesen in großen Mengen und können über eine geringe Distanz direkt auf die Schleimhäute im Mund, der Nase oder den Augen von Kontaktpersonen auftreffen. Eine Übertragung der infektiösen Partikel kann auch über die Hände (mangelnde Husten- und Niesetikette, über direkten Kontakt) oder über Oberflächen bzw. Gegenstände, die mit virushaltigen Sekreten kontaminiert sind, und anschließender Hand-Mund-/Hand-Nasen-Berührung (indirekter Kontakt) auf die Schleimhäute gelangen.

Die Inkubationszeit

Die Zeit vom ersten Kontakt mit den Viren (Inkubationszeit) bis zu den ersten Symptomen kann bis zu drei Tage dauern. Bereits nach dem ersten Tag können die ersten Anzeichen auftreten. Die Dauer der Krankheit (Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen) beträgt etwa 5 bis 7 Tage. Bei älteren Personen und Personen mit Grundkrankheiten (z. B. Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas oder auch neurologischen Erkrankungen) ist das Risiko für einen schweren Verlauf erhöht.

Die vorausschauenden (präventiven) Maßnahmen

Das Risiko eine Grippe zu bekommen, kann durch das Einhalten von Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen, Flächendesinfektion und Abstandhalten zu Personen mit Symptomen vermindert werden. Die wichtigste präventive Maßnahme gegen eine Influenzaerkrankung ist nach wie vor die Impfung, vorzugsweise in den Monaten Oktober und November. Aber auch im Januar und Februar lohnt noch eine Impfung. Auch wenn es einen dann doch erwischt, was durchaus möglich ist, schützt die Impfung vor einen schwereren Verlauf.

Die Empfehlung

Insbesondere empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung für folgende Personengruppen:

·      Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung

·      Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen

·      allen gesunden Schwangeren

·      Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung

·      Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob jetzt noch eine Impfung für Sie empfehlenswert ist.